CaptainBob Double Helix 50 MKII

Der MKII...

Dieses mal wollte ich einen etwas oldschooligeren Amp, der weniger gesättigt und dafür noch aggressiver ist. Auch tightness war dieses mal nicht oberste Priorität, wobei der Amp trotzdem supertight ist. Ich hatte Lust auf britischen Tone mit den Eigenschaften die für aggressives und schnelles Spielen von Vorteil sind.

Also ran an den Speck:

Einen FX-Loop soll er diesen mal haben, dazu auch wieder zwei Eingänge, einer der das Gitarrensignal ein wenig filtert und einer der unverfälscht das Gitter anfährt. Die parallele Eingangsstufe musste einfach wieder sein, zu cool die Möglichkeiten und Vorteile, aber auch ein paar kleine, schaltbare Soundänderungen sollten mit an Board und was den Tone angeht: weniger Fett -> mehr Muskeln!

Weniger ist mehr:
Die erste Stufe ist mit 5uF zwar recht fett gebypasst an der Kathode, dafür ist aber der folgende Koppelkondensator sehr klein. Die zweite Stufe ist mit 1uF recht konservativ gebypasst an der Kathode, aber auch der nun folgende Koppelkondensator ist recht klein. Das gibt nen satten Höhenboost, doch so erspare ich mir den typischen Höhenboostkondensator am Spannungsteiler, denn ich persönlich finde Amps ohne den einfach natürlicher in den Höhen. Die 3. Stufe ist ungebypasst an der Kathode, dafür aber mit 470p an der Anode, gefolgt von einem konservativen 22nF Koppelkondensator. Und die 4. Gainstage ist ebenso ungebypasst an der Kathode, aber dafür mit 820R auch viel heißer als die anderen Stufen welche alle zwischen 1.5K und 2.2K. liegen. Alle Anodenwiderstände sind übrigens stockkonservative 100K. Die Teiler zwischen den Stufen sind alle recht klein gehalten und ich verzichte weitgehend auf große Gitterwiderstände. Gitterableitwiderstände zwischen 470K und 2.2M um anständig tiefere Frequenzen bedienen zu können mit den kleinen Koppelkondensatoren sind bei so kleinen Teilern natürlich vorhanden. Der EQ ist der klassische 800er Verschnitt nur eben mit 39K Slope.

Die Kiste ist also bis auf Kleinigkeiten doch recht konservativ, keine Coldstages, keine dicken Anodenwiderstände und alles "klingt nach Röhre". Der Sound ist gewünscht trocken, fett und aggressiv und als Bonus auch noch ziemlich flexibel, weil ganz schön dynamisch. Die beiden Buchsen machen sich was die Flexibilität angeht wirklich bezahlt: Die eine "RAW" Buchse lässt wie gesagt alles durch und bringt so den Charakter jeder Gitarre schön zur Geltung, die andere "STUDIO" Buchse filtert in extrem tiefen und hohen Frequenzen ein wenig, was für Studio, oder Gitarren mit übermächtigen Pickups, oder auch bei extremen Tunings ziemlich hilfreich sein kann.

In der Endstufe arbeiten TungSol 7581A welche statt 25W (5881), oder 30W (6L6GC) satte 35W liefern können. Spannungen und Trafos sind natürlich dafür ausgelegt, aber ehrlich gesagt hab ich die Kolben aus klanglichen Gründen gewählt, weniger wegen dem Headroom, denn mir gefällt der Oomph der 6L6GC gepaart mit den sanfteren Höhen der 5881 recht gut. Beißen und Knurren tut der Amp ja sowiso ausreichend.

Der Name ist jetzt auch nur n Übergang bis mir was passenderes eingefallen ist, dann werde ich auch Bilder nachreichen.

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