ESP-LTD Viper Baritone VB-400

Vorweg:

Ich war ja eigentlich auf der Suche nach der Ibanez MMM-1, aber die ist schwer zu beschaffen, weil die zwar reißenden Absatz fand, von vielen aber nach mehr oder weniger kurzer Zeit wieder verkauft wurde... So machte ich mich auf die Suche nach einer für mich akzeptablen Übergangslösung und bin auf die VB-400 gestoßen, was sich als großer Glücksfall erwiesen hat! Nachdem ich wieder immer öfter auf B gestimmt hatte und ich aber nicht mehr so fette Saiten auf der EC-500 haben wollte, habe ich mir gedacht:  "nun sieh es endlich ein Fettsack, für n 7-Saiter bist du zu doof, also muss ne Baritone her". Nee im ernst, 7-Saiter sind nicht mein Ding und ich mochte immer den wuchtigeren Sound der Baritones.

Vorgaben bei der Suche:

Ich wollte eine Baritone in 27" Mensur, denn alles drüber ist mir zu lang und drunter, z.B. Schecters 26,5" Mensur noch nicht wirklich Baritone in meinen Augen, bzw Ohren. Sie sollte natürlich auch gut aussehen und es musste eine Gitarre sein bei der ich um den Sound kämpfen muss. Eins vorweg an dieser Stelle:  Der letzte Punkt ging mal so richtig in die Hose, denn das Brett spielt sich quasi von allein!

Infos:

Die Form der Viper kennt man ja. Das die Fertigung der Gitarre in Korea meiner meinung nach keine großen Qualitätsunterschiede zur ESP Viper Bariton aufweist verwundert nicht sonderlich, hier ist ja alles deckend lackiert, also keine teuren Decken oder so. Was ich an dieser Stelle auch unbedingt erwähnen möchte ist das Gewicht. Steigt man von einer EC-400/500/1000 oder einer anderen relativ leichten Gitarre um, merkt man das Mehrgewicht von über nem halben Kilo doch schon die ersten Tage, aber das gibt sich mit der Zeit.

Von mir bisher vorgenommene Modifikationen:

Kondensator am Tonepoti gegen ERO 1813 100nF getauscht = viel besser! EMG81 am Neck wurde gegen EMG60 getauscht, den 60ger mochte ich zwar in der EC-500 gar nicht, in der Baritone aber wirklich brauchbar. Das E-Fach wurde wie bei all meinen Gitarren mit Kupferfolie geschirmt. Und die Grover-Mechaniken wurden gegen Schaller M6 Klemm-Mechaniken getauscht, die taugen einfach mehr.

Was gibts sonnst noch zu sagen:

Zu erst natürlich, die Gitarre klingt Hammer und schaut Hammer aus! Ich bin echt froh das ich das 2004 Modell bekommen habe, weil die Hardware komplett schwarz ist und das hält nun mal länger als dieses dunkle Chrome. Und zweitens weil zwei EMG81 Humbucker verbaut sind, denn der EMG85 am Neck, wie bei den neueren Modellen, ist meiner Meinung nach doch etwas zu viel des Guten!

Kurz ein paar Worte zum Sound:

Die ESP/LTD VB-400 ist eine Bariton-Gitarre und macht dem entsprechend natürlich mächtig Druck. Die Gitarre produziert einen fetten, mächtigen Sound, mit tighten Bässen und angenehme Höhen. Das Teil klingt sowohl auf B aber auch hochgestimmt auf C# wirklich brachial. Clean deckt diese Gitarre eine riesige Bandbreite ab und klingt dabei immer sauber. Im Leadchannel erweckt diese Gitarre in jedem Amp das Monster und durch die EMG´s "mulmt" nix, trotz des mächtigen Lowend das diese Gitarre auf B bringt. Die Rythmusarbeit und auch das Solieren ist mit diesem Instrument kinderleicht.

Fazit:

Kein Schnick Schnack aber trotzdem extrem vielseitig, so muss das sein! Wer kein Geschick, keinen Bock oder sonstige Gründe hat keine 7 Saiter spielen zu wollen und Wert darauf legt ein Instrument zu spielen, das sich kinderleicht spielen lässt, der ist mit dieser Bariton wirklich sehr gut bedient. Die leichte Bespielbarkeit impliziert aber nicht das sie sich nicht dynamisch spielen lässt, im Gegenteil die viel beschworene "Sterilität" und "Leblosigkeit" der EMG´s sind bei dieser Gitarre überhaupt gar kein Thema. Ich habe sicher schon sehr viele passive Gitarren gespielt die wesentlich undynamischer und Lebloser waren als die VB-400.

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